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DAF Sattelzugmaschine für Lang LKW


Der dritte Longliner im Raum Hof startet seine Touren. Rasten und überholen darf der Koloss nicht. Dafür hat er mit variabler Achsenzahl viele Vorteile auf seiner Seite.

Oberkotzau - Die Oberkotzauer Spedition Leupold hat einen nagelneuen 25-Meter-Lkw-Zug in Betrieb genommen - vorgesehen für den Pendelverkehr zwischen dem Betriebsgelände und dem BMW-Werk im etwa 250 Kilometer entfernten Dingolfing in Niederbayern. Seit 2012 rollen die Longliner im Rahmen eines Feldversuchs auf bundesdeutschen Fernstraßen - und nur dort. "Unsere Fahrer dürfen generell nicht überholen und sie dürfen die Autobahn nicht verlassen; weder, um an einem Autohof Rast zu machen, noch, um einen Stau zu umfahren", erklärt Geschäftsführer Florian Leupold. Für die Strecke von der Hofausfahrt bis zur Auffahrt der B 15 in Hof-Moschendorf und weiter zur Anschlussstelle Hof-Süd der A 93 gab es ein Einzelgenehmigungsverfahren über drei Instanzen: "Zuerst prüfen das Bayerische Innenministerium und die Kommune vor Ort, dann wird in Berlin über die Streckenfreigabe befunden und schließlich untersucht die Bundesanstalt für Straßenwesen, ob der Lastzug die Vorgaben des Feldversuchs für Lang-Lkw erfüllt." Leupolds Longliner ist der dritte in der Region - je ein weiterer ist in der Stadt und im Landkreis Hof zugelassen.

Jeweils am Nachmittag wird die Kombination aus Zweiachs-Auflieger und Tandemanhänger bei BMW anliefern, vormittags als konventioneller Sattelzug. "So sind wir maximal flexibel und können ohne separaten Anhänger auch Bundestraßen nutzen." Auf Wunsch ihres Kunden hat die Spedition den Longliner angeschafft und sich für einen Auflieger entschieden, wie er noch Seltenheitswert hat: für einen Zweiachser. "Ein dreiachsiger Auflieger hat für uns keinen Sinn", sagt Florian Leupold. "Wir transportieren leichte Kunststoffteile von Zulieferern zur Automobilindustrie und bewegen uns problemlos unterhalb der gesetzlichen vierzig Tonnen Gesamtgewichtsmarke, die auch für 25-Meter-Züge gilt." Der Verzicht auf die dritte Achse, die häufig nur Ballast ist, bringt Vorteile beim Kraftstoffverbrauch, mindert Reifen- und Bremsenverschleiß. Bei der Nutzlast halten Zweiachser durchaus mit, erklärt Fahrzeugbauer Helmut Fliegl, der zur Fahrzeugübergabe aus Triptis nach Oberkotzau gekommen ist: "Unser Greenlight Konzept sieht einen Twin Auflieger und eine gewichtsoptimierte Zugmaschine vor", die die Spedition Leupold bei DAF bestellt hat. "Es erlaubt 25 Tonnen Zuladung - 98 Prozent der Ladegüter können so mit zwei statt drei Achsen befördert werden."

Die Neueinteilung der Lkw-Mautklassen in Deutschland im Vorjahr war laut Mitteilung der ausschlaggebende Punkt, über Zwei-Achs-Lösungen nachzudenken. Bei Leupold sagt man: "Das wird die Zukunft sein. Sie haben die Reifenersparnis, die Mautersparnis, die Spritersparnis - und ausreichend Nutzlast. Zweiachsige Auflieger sind solo und als Longliner-Komponenten.

Quelle:
http://www.frankenpost.de/regional/wirtschaft/Ueberlaenge-auf-der-Autobahn;art2448,4675943